News & Projekte

Projekte

Schüler wählen einen Beruf aus dem MINT-Bereich häufig nur dann, wenn sie Vorerfahrungen über Eltern oder andere Kümmerer' haben, oder wenn sie von Lehrern in der Schule in naturwissenschaftlichen Fächern kontinuierlich begeistert und begleitet werden. Dazu ist es notwendig, dass Lehrer insbesondere regionale Möglichkeiten kennen, um Unterricht interessant vernetzen und gestalten zu können. Direkte Kontakte zu Unternehmern oder deren Fachkräften, die Einblicke verschaffen, wie man MINT-Wissen in der Praxis verwendet, unterstützen eine nachhaltige MINT-Orientierung bei Schülern.

Magdalena Münstermann
Unternehmerin

Die Entwicklung des Projektes MINT-LAB auf Schlössern/in kastelen

Unter der Leitung der Andreas-Mohn Stiftung schlössen sich das ZDI-Schülerlabor NEAnderLab, der niederländische Kreis Regio Achterhoek, die Stiftung Jugend & Schlösser und das niederländische Marketing Unternehmen Team Nijhuis zu einem Team zusammen. Die Partner griffen ein Projekt namens MINT auf Schlössern auf, das das NEAnderLab und die Stiftung Jugend & Schlösser bereits im kleinen Rahmen erprobt hatten. Daraus entwickelten sie das Konzept für MINT LAB auf Schlössern/in kastelen, um deutsche und niederländisehe Jugendliche nicht nur für zukunftsträchtige MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern, sondern in ihnen auch Bewusstsein für diegemeinsame europäische Geschichte in der Grenzregion zu wecken. Das Konzept MINT LAB auf Schlössern/ in kastelen überzeugte die Mitglieder des Lenkungsausschusses der EUREGIO beiderseits der Grenze, das Projekt aus dem INTERREG V A-Programm der EU und durch ergänzende nationale Mittel zu fördern. Die Eigenmittel wurden von regionalen Partnern aufgebracht.

In vier Jahren führten wir Jugendliche aus Deutschland und den Niederlanden zum gemeinsamen Experimentieren an geschichtsträchtigen Orten beiderseits der Grenzen zusammen. Wir versuchen so, Europa zu leben und in Frieden für die Zukunft zu gestalten. Durch das gemeinsame Kennenlernen fielen Sprachbarrieren und das Verständnis für den Nachbarn wuchs. Wir sind überzeugt, dass Austausche dieser Art nicht nur zur Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen beitragen, sondern auch zur Völkerverständigung.

Eva-Maria Mohn
Andreas-Mohn-Stiftung, Lead Partner

Projekterfolge: MINT-LAB auf Schlössern/in kastelen 2017-2021

Während des Projekts fanden über 100 Begegnungen zwischen niederländischen und deutschen Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren statt. Insgesamt nahmen 2118 Jugendliche sowie 262 Lehrkräfte von 25 Partner-Schulen im EUREGIO Gebiet an dem Projekt teil. Bewusst hatte man die Veranstaltung wechselseitig an insgesamt 16 regionalen Geschichtsorten wie Burgen, Schlösser, Klöster und Museen in stillgelegten Fabriken beiderseits der Grenze gelegt, um die Jugendlichen aus ihrer vertrauten Lernumgebung zu holen, ihre Neugier auf gemeinsame Entdeckungen anzufachen und die dabei gesammelten Erfahrungen tiefer in die Erinnerung der Schülerinnen und Schüler einzuprägen. An den Projekttagen wurden zunächst spielerisch Sprachbarrieren abgebaut, das Gelände und die Geschichte des Baudenkmals erkundet. Danach führten die Jugendlichen unter fachlicher Anleitung in binationalen Zweierteams Experimente zu Themen wie Gewässeranalyse, Flug und Fliegen und Neue Energieformen durch. Bei verschiedenen Modulen und Veranstaltungsorten bot es sich an, den Projekttag mit dem Besuch eines lokalen Unternehmens ausklingen zu lassen, um einen direkten Einblick zu vermitteln, wie neue Technologien, Konservierungsmethoden u.a. in der Praxis eingesetzt werden.

Die abschließende Befragung der Jugendlichen spricht für die Wirksamkeit des Projekts: Für über 50 Prozent ist eine Ausbildung, ein Studium oder eine Tätigkeit im MINT-Bereich, auch im jeweiligen Nachbarland, gut vorstellbar.

Aktueller Stand des Projektes MINT-LAB auf Schlössern/in kastelen

Aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen und Verbote konnten ab Mitte März 2020 keine grenzübergreifenden Schüleraustausche realisiert werden.

Der letzte aktiv gestaltete Projekttag fand am 27.02.2020 in Ulft (NL) statt. Insgesamt haben bisher, seit Beginn des Projektes am 01.07.2017, 103 Projekttage an 72 Kalendertagen stattgefunden. An diesen 103 Projekttagen nahmen 2118 Schüler*innen in 1059 Tandems teil. Zusätzlich nahmen insgesamt 262 deutsche und niederländische Lehrkräfte teil.

Durch den noch immer anhaltenden zweiten Lockdown und in Absprache mit den Projektpartnern hat man sich letztendlich gegen eine Projektverlängerung entscheiden. Zudem war ungewiss, ob ab September 2021 wieder Projekttage stattfinden können. Auf Nachfrage bei den deutsch-niederländischen Lehrkräften hat sich ergeben, dass diese mehrheitlich gegen digitale Schüleraustausche sind und eine Pausierung des Projektes bevorzugen. Unser Projekt wird dementsprechend, wie ursprünglich geplant, am 30.06.2021 enden. Der restliche EU-Förderbetrag kann somit anderen Projekten zugutekommen. Die abgerufenen Mittel beriefen sich auf nahezu 80%.

Gemeinsam mit unserem Projektpartner Team Nijhuis wurde eine Kalender-/Buchungsfunktion auf der Projekthomepage entwickelt, um den Schulen die Verabredung für neue Austausche und die Kommunikation untereinander zu erleichtern.

Um die angeschafften Materialien und Geräte auch in Zukunft für Schülerexperimente nutzen zu können, werden diese zentral im Schloss Senden gelagert und von da aus an die Schulen ausgeliehen. Ein Großteil der am Projekt teilnehmenden Schulen möchte die entstandenen Schulpartnerschaften weiterhin pflegen und freut sich auf zukünftige Experimentaltage.

Die verbleibende Projektlaufzeit wird genutzt, um die Nachhaltigkeit des Projektes zu sichern.

NEWS

Unternehmensbesuche bei Bayer AG und Evonik Industries – Praxisnahe Einblicke für Studierende

Im Rahmen von Unternehmensbesuchen in der Life-Science- und Chemiebranche konnten Studierenden exklusive Einblicke in zwei international führende Unternehmen gewinnen: Bayer und Evonik. Ziel der Besuche war es, den direkten Transfer zwischen Studium und Praxis zu fördern und Karriereperspektiven in der Life-Science-Industrie sowie der Spezialchemie aufzuzeigen.

Die Programme vor Ort boten umfassende Informationen zu Unternehmensstrukturen, Forschungs- und Entwicklungsbereichen, Innovationsprozessen sowie Einstiegsmöglichkeiten für Absolventinnen und Absolventen. Durch fachliche Präsentationen und die Möglichkeit, Fragen direkt an Unternehmensvertreterinnen und -vertreter zu richten, erhielten die Teilnehmenden authentische Einblicke in Arbeitsalltag und Karrierewege.

Als Förderverein setzen wir uns gezielt für die Vernetzung von Studierenden mit Unternehmen ein. Unternehmensbesuche bei renommierten Konzernen wie Bayer und Evonik leisten hierbei einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung und zum Wissenstransfer zwischen Universität und Wirtschaft.

Ein besonderer Dank gilt der BIO Clustermanagement NRW GmbH für die professionelle Organisation und Koordination der Besuche. Ebenso bedanken wir uns bei den Teams von Bayer und Evonik für die Offenheit, die fachlichen Impulse und die engagierte Gestaltung der Unternehmenspräsentationen.

03.03.2026

Freie Flächen

Auf dem Creative Campus, Monheim, werden Flächen frei. Es handelt sich dabei sowohl um Büro-Räumlichkeiten als auch Räume, die für Geräte genutzt werden können; keine Wet-Lab Flächen.

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte Herrn Dr. Garthoff, er wird Sie gerne weitervermitteln.

28.11.2024

 

Förderverein spendet an das Schülerlabor NEAnderlab

Der Förderverein Biotechnologie NRW e.V. spendete in diesem Jahr 10.000 € an das Schülerlabor NEAnderlab.

„NEA“ steht für Naturwissenschaft, Erlebnis und Ausbildung. Das Labor bietet Platz für 32 Schüler:innen, in welchen durch eigenständiges Experimentieren und forschendes Lernen den Schüler:innen ein neuer Zugang zu den MINT-Fächern geboten wird. Dadurch trägt das NEAnderlab dazu bei, die Fachkräfte von morgen für die Naturwissenschaften zu begeistern.

Das NEAnderlab und der Förderverein Biotechnologie NRW waren bereits durch das Projekt „MINT LAB auf Schlössern in kastelen“ verbunden, welches von 2017 bis 2021 lief und durch das INTERREG-Programm unterstützt wurde. Daher freut sich der Förderverein besonders, in diesem Jahr das Schülerlabor durch seine Spende unterstützen zu können und dadurch dazu beizutragen, das Interesse an den MINT-Fächern erfolgreich bei den jungen Schüler:innen zu wecken.

MINT-LAB auf Schlössern

Förderverein spendet an das Schülerlabor NEAnderlab

Seit Mitte des Jahres 2016 hat der Förderverein Biotechnologie NRW e.V. mit diversen anderen Stiftungen, Fördervereinen, Kommunen und Sponsoren an einem INTERREG V A-Projekt mitgearbeitet, das die Förderung der Jugend und Erhöhung der Attraktivität von MINT-Fächern im deutsch-niederländischen Grenzgebiet zum Ziel hat. Die Gesamtsumme dieser Euregio-Fördermaßnahme „MINT auf Schlössern“ beträgt um die 650.000 €.
Nach reichlich vorbereitender Detailarbeit über zwei Jahre, Übernahme der Konsortialführerschaft vom Förderverein Biotechnologie in NRW e.V., Düsseldorf durch die Andreas-Mohn-Stiftung, Bielefeld und sodann Förderungsbeschluss durch die Euregio am 22.06.2017 konnte dieses deutsch/niederländische-Programm „MINT LAB auf Schlössern, in kastelen“ gestartet werden.

Es haben inzwischen 95 Projekttage an 66 Kalendertagen stattgefunden. Insgesamt waren 144 Projekttage mit etwa 3.000 Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern vorgesehen. An den 95 Projekttagen nahmen bisher 1938 Schüler/innen in 969 Tandems teil (zusammen mit 250 Lehrkräften).
Das Programm addiert aber noch in der Jugendarbeit und Ausbildung wissenschaftlich orientierten Personals den Geist der Völkerverständigung und Integration. Das Projekt war mit zwei Mal Euro 10.000 unterstützt worden, das INTERREG-Programm, das offiziell mit dem 30.06.2021 endet und nun durch die Pandemie unterbrochen wurde, wird eine Verlängerung erfahren und erneut Unterstützung durch die Partner bedürfen.

Die Entwicklung intelligenter Anreize und Maßnahmen zur Reduzierung des Fachkräfte-mangels in den naturwissenschaftlich-technischen Berufeldern wird für Vertreter und Entscheidungsträger europäischer Wirtschaft und Politik auch weiterhin eine der wesentlichen Herausforderungen darstellen.